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Google+ zieht Kreise: Facebooks Smarte Listen (Update 11.10.)

Google+ zieht Kreise: Facebooks Smarte Listen (Update 11.10.)

Sep 9, 2011

So, die Urlaubssaison neigt sich leider dem Ende. Entsprechend erhöhen wir auch im Synaptic Blog wieder mal die Artikelfrequenz – zumindest bis in einer Woche das Oktoberfest anfängt, hehe.

Los geht es mit dem spannenden Duell der Social Network Giganten, Google+ vs. Facebook (wobei man aktuell „noch“ von David gegen Goliath sprechen muss) – der nächste Schlagabtausch der beiden findet auf dem Feld der Kontakteverwaltung statt.

Ring frei!

Soziale Netze – Realität vs. Social Web

Wie Techcrunch berichtet, beginnt Facebook damit, Kategorisierung von Kontakte deutlich zu erleichtern – und reagiert mit den Smart Lists auf die von Nutzern und Presse sehr positiv bewerteten Kreise bei Google+.

Facebooks Smarte ListenMit letzteren ermöglicht Google dem Nutzer, Kontakte in frei definierbare Gruppen einzusortieren (z.B. Freunde, Arbeitskollegen, Bekannte, Trolle). Aufbauend auf dieser Einteilung lässt sich dann die Sichtbarkeit der eigenen Profilinformationen und Posts für jede Gruppen gesondert festlegen. Durch dieses Konzept sollen die komplexeren sozialen Verknüpfungen der Realität einigermaßen adäquat auf der Social Web Ebene abgebildet werden.

Die Quadratur der Kreise: Facebooks automatische Gruppierung

Der Ansatz von Facebook: Smart Lists. Das heißt die Kontakte eines Nutzer werden automatisch in vorgegebene, „intelligente“ Kategorien – eben die Smart Lists – einsortiert (Arbeitskollegen, Schulkollegen, Nachbarn), basierend auf den Informationen, die Facebook über die Verbindung besitzt (und das sind ja bekanntlich nicht wenige ;)). So lassen sich nicht nur einzelne Gruppen leichter finden bzw. ansprechend, Facebook geht damit einen weiteren Schritt hin zu einer detaillierteren Rechteverwaltung. Wir erwarten hier noch einige Erweiterungen in naher Zukunft.

Facebooks Smarte ListenWir sind gespannt, ob Facebook damit den Bedarf trifft. Google+ nötigt den Nutzer ja dazu, sich bei jeder neuen Verknüpfung zu überlegen, in welchen Kreis die Person einzuordnen ist. Damit werden Kreise ein fester, unumgänglicher Bestandteil der Kontaktverwaltung.

Das Facebook dies automatisiert, klingt natürlich erstmal praktisch. Andererseits könnte genau das aber dafür sorgen, dass die daraus entstehenden Möglichkeiten weitgehend unbeachtet bleiben, weil der Nutzer nicht zwingend damit konfrontiert wird (den Effekt gab es ja bereits bei den Facebook Gruppen).

Aber warten wir erst einmal ab, bis Facebook die Smart Lists auch bei uns gestartet hat. Wir freuen uns dann auf Euer Feedback hier im Blog oder auf unserer Facebook-Seite.

It’s the competition, stupid!

Immerhin, angesichts der aktuellen Bewegungen in der Datenschutzdebatte und der Vielzahl an neuen Features (Video-Chat, verbesserte Sicherheitseinstellungen, Auto-Kategorisierung) lässt sich feststellen, dass die Konkurrenz dem Social Network Markt mehr als gut tut.

Update 11.10.2011

Nun wurden ja die Smarten Listen großflächig eingeführt und sind auch schon Bestandteil der neusten iOS-App von Facebook. Gemessen am Feedback aus unserem Umfeld scheinen die meisten Nutzer die neuen Listen zwar zur Kenntnis zu nehmen, wirklich genutzt werden sie bisher aber eher nicht. Vielleicht ist durch den primär privaten Bezug, den die meisten zu ihren Facebook-Freunden haben, der Drang zur Filterung etwas geringer, als bei den oft geschäftlich oder gemischt genutzten Konkurrenten Google+ und Twitter. Allerdings kennen wir auch niemanden mit 500+ Freunden auf Facebook – diese Hardcore-Netzwerker mögen vielleicht jetzt schon intensiv mit den Smart Lists arbeiten. Wir freuen uns jedenfalls über jegliche Erfahrungsberichte zu dem Thema…nur nicht so schüchtern 🙂





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