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Blog vs. Social Media

Blog vs. Social Media

Jun 29, 2011

Seit wir den Synaptic Network Blog gestartet haben, kommen dazu regelmäßig Fragen von Kunden und Partnern. Denn natürlich ist so ein Blog eine reizvolle Möglichkeit für Unternehmen, die eigenen Kompetenzen im Web zu präsentieren. Trotzdem ist vielen nicht ganz klar, wieweit sich ein Blog von anderen Social Media Plattformen unterscheidet und in welchem Verhältnis er zu Netzwerken wie Facebook oder Twitter steht.

Wir wollen daher in diesem Artikel darstellen, warum wir als Startup bloggen und wie sich das mit anderen Social Media Aktivitäten ergänzt.

Warum bloggen wir

Die wesentlichen Punkte, die in unserem Fall für das Bloggen sprechen, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Vorbildfunktion – wir wollen offene Kommunikation als Grundlage erfolgreicher Social Media Aktivitäten nicht nur unseren Kunden predigen, sondern auch selbst vorleben.
  • Wissens- und Erfahrungsaustausch – Anwender, Kunden oder interessierte Leser können sich hier mit uns oder untereinander über die Themen und Artikel des Blogs unterhalten.
  • Selbstvermarktung – über die Fachartikel können wir als Software-Startup unsere Kompetenzen bezüglich Smartphone Apps und Social Media potentiellen Kunden vorzustellen.
  • Suchmaschinenoptimierung – ja, so ein dynamischer Blog mit seinen vielen Keywords macht sich natürlich auch gut im Google-Ranking.

Allerdings muss man sehen, dass ein professioneller Blog einiges an Ressourcen benötigt – denn nach Planung und Umsetzung müssen regelmäßig Inhalte gepostet, Nutzerfeedback beantwortet und technische Updates durchgeführt werden. Man sollte den Aufwand auf keinen Fall unterschätzen! Social Media Plattformen erleichtern hier zumindest auf Administrationsseite vieles.

Blog versus Social Media

Soll man als Unternehmen nun einen Blog oder eine Social Media Seite als primäres Kommunikationstool nutzen? Hier spricht unserer Meinung nach stark einiges für den Blog – zumindest wenn man mehr als nur kurze Newsmeldungen verteilen möchte. Zudem machen es die Schnittstellen der Social Media Plattformen (Facebook OpenGraph, OAuth etc.) mittlerweile sehr einfach, deren Funktionalitäten auch auf einer selbst gehosteten Web- bzw. Blog-Seite bereitzustellen.

Umfrage auf der Synaptic Network Facebook SeiteAndersherum lassen sich etwa Facebook oder Twitter sehr gut verwenden, um gezielt auf neue Blog-Artikel aufmerksam zu machen (hier ein Artikel zum ROI auf Facebook) – allerdings sollte das nicht zu plump umgesetzt werden! Schließlich hält man Fans und Follower nicht mit reinen Werbebotschaften bei Laune, sondern sollte sie über Umfragen, Kommentare oder Gewinnspiele aktiv einbinden.

Weitere Vorteile für bloggende Unternehmen:

  • Gestaltungsfreiheit – Social Media Provider versuchen natürlich jeden Content auf ihren Plattformen im Rahmen der eigenen CI / User-Experience zu halten. Das ist verständlich, führt aber zu Einschränkungen bei der Seitengestaltung. Ein Blog kann dagegen optisch, inhaltlich und funktional nach Belieben (und Können!) individualisiert werden. Auch die Artikellänge lässt sich im Blog beliebig erweitern – ein Text wie dieser wäre auf einer Facebook Pinnwand schlicht nicht möglich.
  • Technische Unabhängigkeit – die technischen Vorgaben der Social Media Plattformen können sich jederzeit ändern. Zwar meist nicht von heute auf morgen, aber eine gewisse Aufmerksamkeit sollte man als Administrator immer an den Tag legen. Gelegentlich sind nach Updates bisher genutzte Funktionen nicht mehr verfügbar, Schnittstellen verändert oder die Seitenstruktur wurde umgestellt. Als Blog-Inhaber kann man hier sein eigenes Tempo definieren (trotzdem müssen auch bei CMS neu entdeckte Sicherheitslücken beachtet werden!!!).
  • Inhaltliche Unabhängigkeit – analog zum letzten Punkt muss man sich auch bezüglich der Inhalte an die Vorgaben der Sozialen Netzwerke halten. Hier werden gerne Content-Filter eingesetzt, um unerwünschte Begriffe zu löschen oder Spam zu erkennen. Im Extremfall kann man so auch mal unverschuldet in Ungnade fallen, Gegenwehr ist dann oft mühsam. Gut, ein Blog muss sich natürlich auch im rechtlichen Rahmen bewegen – selbiger neigt aber eher zur Konstanz denn zur Beliebigkeit (jaaaa, ich höre unseren Rechtsberater schon aufheulen…).
  • Unser Content, unser Eigentum – wer sich auf Facebook, Google & Co. einlässt, muss sich immer bewusst sein, dass er seinen Content einem externen Anbieter zur Verfügung stellt. Dieser speichert die Inhalte nicht nur, sondern kann diese auch nahezu beliebig weiterverwerten oder gar löschen (ein Blick in die AGBs lässt da manchen staunen). Wer auf seinem eigenen Server operiert, bleibt der unumstrittene Herr im Haus (solange Strom da ist, hihi).
  • Erweiterte Zielgruppen – ja, es gibt sie weiterhin: Anwender, die um Facebook & Co. etwa aus datenschutzgründen einen großen Bogen machen. Diese lassen sich natürlich mit einer neutralen Blog-Seite eher anlocken – aber vorsicht: Tools wie Google Analytics können besonders kritische Anwender auch hier abschrecken
  • Flexible Finanzierungsoptionen – auch als Unternehmen kann es Sinn machen, den eigenen Content über Werbung oder Partnerprogramme zu versilbern. Schließlich steckt man auch einiges an Ressourcen und Know-How in so einen Blog. Da Social Media Provider oft ihre eigenen Ad-Systeme haben, lassen sie Seitenbetreibern oft wenig bzw. streng reglementierte Möglichkeiten der direkten Refinanzierung.

Fazit

Unter dem Strich spricht also vieles für den eigenen Blog, wenn es um reine Informations- und Kompetenzvermittlung geht – ebenso gibt es gute Argumente für die gezielte, ergänzende Nutzung der Social Media Plattformen! Von einer klaren Entweder/Oder-Entscheidung kann man hier durch die vielfältigen Verknüpfungen, APIs und Plugins ja nicht mehr sprechen.
Natürlich hängt letztendlich die sinnvollste Kombination von weiteren Faktoren wie Zielsetzung, Zielgruppe, Budget oder Ressourcen ab. Wer sich da nicht entscheiden kann sollte auf den weisen Rat erfahrener Beratungsunternehmen zurückgreifen…ja, genau, wie unseres zum Beispiel 😉





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