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Appgeschaut – Microsoft Photosynth für iOS

Appgeschaut – Microsoft Photosynth für iOS

Jun 14, 2011

Wir sind ja immer auf der Suche nach Smartphone Apps, die uns technisch oder konzeptionell inspirieren. Damit auch unsere Blog-Leser etwas davon haben, stellen wir einige interessante Exemplare hier vor (da wir aber kein Review Blog sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität)

Hier mal ein App-Tipp für alle iPhone- und Panoramafreunde: Microsoft hat die Photosynth-Engine (die es ja schon seit einiger Zeit als TechDemo bzw. Beta zu sehen gab) vor wenigen Wochen auch für den iPhone App Store zur Verfügung gestellt (hier der Direktlink).

Das Ergebnis ist nicht nur technisch durchaus eindrucksvoll sondern auch in der Anwendung angenehm intuitiv – zugegeben, die Möglichkeiten halten sich auch in Grenzen. Im Prinzip geht es darum, plastische Panoramamotive aus einzelnen Bildern zu erzeugen, ohne dass man dafür zwingend ein Stativ benötigt. Photosynth erkennt durch Bildanalyse und Zugriff auf die Sensoren des iPhones die relative Position eines Fotos zu seinen Vorgängern – visualisiert wird dies durch ein virtuelles Raster während der Aufnahme. Durch diese Information können die Bilder und Übergänge perspektivisch entsprechend zueinander angepasst werden. Das Ergebnis ist ein freies Panoramamotiv, das sich nicht nur horizontal, sondern auch vertikal beliebig ausbreiten kann.

Photosynth Panorama-GridVoraussetzung ist, dass die Fotos aus der Photosynth-App heraus geknipst werden (man kann also keine fertigen Motive aus dem iPhone Album einbinden). Nach der Fertigstellung aller Bilder muss das Smartphone dann noch einige Sekunden rechnen, bevor das fertige Panorama bereit steht.

Damit Microsoft mit der App auch sich selbst ein bisschen promoten kann, werden die Photosynths mit verschiedenen MS-Diensten verknüpft (Windows Live Account vorausgesetzt). So kann man die Panoramen auf das dafür geschaffene Web-Portal hochladen (Photosynth.net), als Layer in der Bing Map anzeigen lassen oder auch direkt auf Facebook teilen.

Wir haben hier mal zur Demonstration eine kleines Panoramabild von unserer Synaptic Büroterrasse geschossen (>Klick auf das Bild unten). Wie man sieht sind die Übergänge natürlich nicht immer perfekt – das wäre bei den zittrigen Händer von uns Koffeein-Junkies auch zuviel verlangt – aber das Resultat mehr als ansehnlich. Obendrein lässt der rapide sinkende Akku-Wert auch darauf schließen, dass die iPhone CPU ordentlich zu tun hat während und nach der Aufnahme. Als Vorzeigeapp und für das schnelle Panorama zwischendurch lohnt sich der Download auf jeden Fall – wir hoffen MS bringt trotz Windows Phone 7 noch mehr nette Spielereien in die anderen App Stores!

Das Synaptic Panorama - Klick für die interaktive Version

Wer Kommentare abgeben oder uns weitere, spannende Apps empfehlen will, kann das hier im Blog oder auf Facebook gerne tun.

Update

Da wir die Frage nun öfter gestellt bekamen: Eine Photosynth Version für Android gibt es nicht und ist laut dem offiziellen Forum auch bisher nicht geplant. Android-Fans, die Microsoft doch erweichen möchten, können sich ja mit Ihrer Bitte an den entsprechenden Thread anhängen. Da Microsoft natürlich Windows Phone 7 pushen möchte, hat es uns schon überrascht, dass überhaupt eine iOS-App entwickelt wurde. Jetzt drücken wir den Androiden natürlich auch die Daumen 😉





3 Kommentare

  1. EgoMobile /

    Sieht nett aus – gibt es die App auch für Android? Ich hab da mal Photaf 3D Panorama getestet, war auch ganz okay.
    Testet ihr überhaupt auch für andere Systeme?

    LG, M.A.

  2. Hallo.
    Nein, eine Android-Version gibt es leider nicht. Laut Photosynth-Forum (http://goo.gl/0HTxy) ist neben einem iPhone-Update noch eine WinPhone 7 Umsetzung geplant (eh klar). Android scheint nicht auf dem Radar zu sein.

    Und ja, wir berichten auch über Android Apps. Da wir aber privat alle iPhones haben nutzen wir iOS Apps am häufigsten. Tipps für andere Devices nehmen wir aber gerne entgegen – unsere Hardwaresammlung hier umfasst so ziemlich alle Systeme 🙂

  3. Peter /

    Eine Variante in deutsch wäre mal nicht schlecht. Dann könten die Einwohner dieses Sprachraums auch mitmachen.

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